4 Verbände, 4 Pyramiden im Maßstab
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Jedes Mitglied ist ein potenzieller Lobbyist. Demnach hatte der Fußball im Jahr 2005 6.303.082 erfasste Lobbyisten, was im Vergleich zum Jahr 2003 einer Steigerung von 30% entspricht. Damit liegt diese Sportart unangefochten auf Platz 1 der Mitgliederstatistik des DOSB. Fechten hat dagegen nur 24.520 Mitglieder und liegt auf Platz 42, knapp gefolgt von American Football.
Bei Betrachtung der Olympischen Sommersportarten fällt das Fazit beim Vergleich der Mitgliederzahlen noch deutlicher aus. Hier hat Fechten den 25. Platz zu verzeichnen, was ziemlich genau der Vorletzte ist. Den letzten Platz nimmt der Fünfkampf ein.
Das alles wäre aus Sicht der Fechter nicht besonders schlimm, ginge es nicht um Geld und Einfluss. Das hat jetzt auch der Deutsche Fechterbund erkannt. Hat er sich doch durch die Aussage seines Präsidenten eine enorme Mitgliederentwicklung bis 2012 verordnet. 50.000 Mitglieder will der Verband dann haben. Momentan fehlen also nur 25.480 Fecht-Lobbyisten.
Die drängenste Frage ist wohl, wie der Fecht-Dachverband die zukünftigen Fechter mit dieser Sportart in Kontakt bringen möchte. Hier wäre der Blick auf, was die Mitgliederzahlen betrifft, erfolgreichere Sportarten hilfreich.
Der Deutsche Basketball Bund und sein Hauptsponsor schicken seit November 2005 Junior Camps auf die Reise durch das gesamte Bundesgebiet. An 30 Standorten können jeweils 50 Kids unter fachlicher Anleitung trainieren, spielen und die Prüfung zum Spielabzeichen Basketball in Silber ablegen. Als Ehrengäste sind Bundestrainer und National- bzw. Bundesligaspieler mit an Bord. In den Camps gibt es neben Infos zur Sportart auch Tipps zur Ernährung.
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