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Freitag, 21. November 2008
Kirschsaft vertreibt Muskelkater
 
Ein großer Schluck Kirschsaft vor und nach dem Sport kräftigt die Muskeln, hält sie geschmeidig und beugt Muskelkater vor.
 
Power-Shakes und Magnesiumdrinks sind alte Hüte – ein Gläschen Kirschsaft beim Sport, und Muskelkater wird zum Fremdwort. Das legt zumindest eine kleine Studie amerikanischer Wissenschaftler nahe. Die Hälfte einer Sportlergruppe hatte drei Tage vor und vier Tage nach dem Training zweimal täglich 0,34 Liter mit Apfelsaft verdünnten Kirschsaft getrunken. Die andere Hälfte bekam ein künstliches Placebo-Getränk, das wie echter Kirschsaft aussah und schmeckte. Danach testeten die Sportmediziner der Universität von Vermont in Burlington die Leistungsfähigkeit und eventuelle Muskelschmerzen ihrer Probanden.

Mehr Kraft mit Saft?

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Die Freiwilligen absolvierten Übungen an einem Trainingsgerät, das sie zu ungewohnten Bewegungen nötigte und wenig beanspruchte Muskeln aktivierte. Während der Testphase maßen die Wissenschaftler um Declan Connolly Spannung, Beweglichkeit und Kraft der Muskeln. Die Probanden sollten außerdem mögliche Muskelschmerzen auf einer Skala von eins bis zehn bewerten. Zwei Wochen später wiederholten die Wissenschaftler die Experimente. Nun bekamen aber alle Testpersonen das Placebo-Getränk.

Kirschen bremsen Entzündungen

Die Untersuchungen ergaben, dass Kirschsaft sich vor allem positiv auf die Muskelkraft auswirkt: Während sie bei den Placebo-Trinkern nach dem Training um 22 Prozent abfiel, sank die Power der Kirschsaft-Konsumenten nur um etwa vier Prozent. Dieser Effekt hielt noch 96 Stunden nach dem Training an. Auch bei den Muskelschmerzen zeigte sich ein deutlicher Unterschied zwischen beiden Gruppen. Mit Kirschsaft lag der durchschnittliche Schmerzindex insgesamt niedriger, und der schlimmste Muskelkater war bereits nach 24 Stunden überstanden. Die Konsumenten des Placebo-Getränks berichteten erst nach 48 Stunden vom Abklingen des Schmerzes.

Kirschsaft sei ein sehr effektives Getränk zur Vorbeugung und Behandlung von Muskelschäden, schließen die Forscher aus den Ergebnissen. Sie führen die Schutzwirkung auf die im Obst enthaltenen Antioxidantien
und entzündungshemmenden Stoffe zurück.

Und warum Saft statt der ganzen Früchte? Frühere Studien hatten schon gezeigt, dass Kirschen die Konzentration
von Substanzen im Blut senken, die bei Entzündungsreaktionen entstehen. Dafür mussten die Studienteilnehmer allerdings jeden Tag 45 Kirschen verspeisen. Da ist Saft einfach praktischer. (gex)
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