Jeder steht halt gern einmal auf dem Siegerpodest. Besonders ganz oben. Nur leider ist das für Fechter oft nicht möglich. Die Einen scheitern schon an der Qualifikation für das "Treppchen", weil die fechterische Leistung, virtuell zwar vorhanden, temporär aber leider nicht abrufbar war. Andere wieder, sportlich qualifiziert, fallen der realen Gedankenlosigkeit mancher Turnierveranstalter zum Opfer, welche sich das Objekt der Begierde aus unterschiedlichen Gründen einfach sparen.
Nun tritt nicht unbedingt an jedem Wochenende der "Supergau" ein, bei dem die Fechter dezent aus der Halle und zur Siegerehrung gebeten werden, selbstverständlich nur damit sich die anderen Qualifikanten nicht in ihrer Konzentration gestört fühlen, um eben die Ehrung zu zelebrieren. Allein das wäre noch zu ertragen, fiele nicht die Auswahl des visuellen Hintergrundes für das Podest zielsicher auf den Eingang zur Toilette. Natürlich wäre auch die Fleischkäs’-Theke möglich gewesen, aber aus Gründen des ungestörten Abverkaufs der schwäbischen Delikatesse bringt manch Veranstalter selbstverständlich Opfer. Fechter!
Für die Teilnehmer an dieser „Opfer-Weihe“ bleiben meist tiefere Einsichten. Sicher auch die, ob der Papi des geschlagenen Gegners nach konzentriertem schütteln des Pipimannes auch noch vor der Gratulation die Hände in Unschuld, sprich dem Waschenbecken, wusch. (sat)